Einsatz von Heizkörpern in Kombination mit einer Wärmepumpe bei der Modernisierung eines Mehrfamilienhauses

Die Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid eG hat in den vergangenen Jahren etliche Gebäude energetisch saniert. Dank Dämmmaßnahmen und neuen Heizanlagen wurden die Heizkosten deutlich gesenkt, beispielsweise in der Friesenstraße. Eine effiziente Wärmepumpe und attraktive Heizkörper sorgen hier für behagliche Wärme.

„Heizkörper und Wärmepumpe? Überhaupt kein Problem“, sagt Diplomingenieur (FH) Frank Albrecht von der Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid. Der alte Heizkessel wurde durch eine Wärmepumpe ersetzt. Von Anfang an stand fest, dass der neue Wärmeerzeuger mit Heizkörpern kombiniert werden würde. „Wir mussten nur den Bewohnern erklären, dass ihr Heizkörper nicht mehr knallheiß wird wie früher, um die Raumtemperatur auf 22 °C zu erwärmen“, so Albrecht.

Durch die Wärmepumpe wurde die Vorlauftemperatur von ursprünglich 70 auf 55° C gesenkt. Dank der Dämmmaßnahmen hat sich der Heizenergiebedarf von früher rund 100 W/m2 auf nur noch 50 W/m2 halbiert. Frank Albrecht: „Diese Leistung erbringen Heizkörper auch bei 55 °C Vorlauftemperatur, dazu braucht man nicht zwingend eine Flächenheizung.“

Die alten Heizkörper wurden sukzessive durch Niedrigtemperatur-Heizkörper ersetzt. „Bereits der Austausch der Fenster, bedeutet vor allem für ältere Menschen eine Störung ihres Alltags und viel Aufregung“, erklärt Albrecht, „auch das ist für uns stets ein Grund, nicht alles auf einmal zu modernisieren.“ Die neuen Wärmespender gestalten die Räume moderner und behaglicher. Die Niedrigtemperatur-Heizkörper sehen nicht nur besser aus als die alten, sie reagieren auch schneller und sind auf die niedrigeren Vorlauftemperaturen abgestimmt. Frank Albrecht ist sich sicher, dass sich der Heizkörpertausch nochmals positiv auf die Heizkosten der Bewohner auswirken wird.