Heizkörperauslegung

In den vergangenen Jahren bestand immer wieder die Diskussion, ob Heizkörper mit zunehmender Wärmedämmung und veränderten Systemtemperaturen kleiner oder größer werden müssen. Tatsache ist, dass die geringere Heizlast infolge von Verbesserungen an der Gebäudehülle einherging mit der Änderung der Systemtechnik zu effizienteren und sparsameren Wärmeerzeugern. Durch die parallele Entwicklung in der Systemtechnik und der Gebäudehülle ist daher die Größe eines Heizkörpers annähernd gleich geblieben. Im Einzelfall ist dies unter Einbeziehung aller Einflussfaktoren rechnerisch zu überprüfen sowie durch eine optimale Systemeinstellung und einen hydraulischen Abgleich umzusetzen. Grundsätzlich gilt dies in gleicher Weise für 1-Rohr- wie auch für 2-Rohrsysteme.

Im Rahmen der Heizkörperentwicklung wurde die Heizkörperleistung optimiert und erhöht. Dadurch können kleinere Heizkörper einen Raum heutzutage genauso effizient erwärmen, wie dies früher größere getan haben. Dies verringert nicht nur den Platzbedarf für Heizkörper, sondern gleichzeitig konnte der Wasserinhalt reduziert und dadurch der Heizkörper noch effizienter werden.

Neben der Größe eines Heizkörpers ist auch dessen Platzierung im Raum entscheidend für Effizienz und Behaglichkeit. Am Fenster befinden sich die kälteren Zonen im Raum, da dort die Luft im Raum stärker abgekühlt wird als an den Wänden. Deshalb sollte der Heizkörper an diesen Stellen angebracht werden, um eine behagliche Atmosphäre durch Wärmeausgleich zu schaffen.

Grundsätzlich sollte bei der Planung und Auslegung von Heizkörpern dieser beschriebene Weg beschritten werden:

Planung und Auslegung von Heizkörpern

Außer der technischen Planung und Auslegung müssen noch weitere Aspekte berücksichtigt werden. Vom Hersteller erhältliches und abgestimmtes Montagematerial erleichtert bzw. vereinfacht die Montage. Dabei ist die Einhaltung der VDI 6036 „Planungs- und Ausführungsanforderungen an die Befestigung von Heizkörpern bei bestimmungsgemäßem und realem Betrieb“ zu beachten.

Ein optimales Heizkörperkonzept bietet dem Nutzer weitere spürbare Vorteile

  • Thermische Behaglichkeit von Kopf bis Fuß in allen Teilen des gesamten Raumes.

  • Die Absenkung der Raumtemperatur um 1 bis 2 °C. Dadurch lassen sich bis zu 10 % Energiekosten einsparen.

  • Mit dem vorgeschriebenen hydraulischen Abgleich können zwischen 5 bis 10 % Energie eingespart werden.

  • Optimierte Heizkörperventile, welche eine Auslegung nach 1 K über einen großen Leistungsbereich von Heizkörpern ermöglichen. Dadurch kann das System schnell auf äußere Einflüsse, wie etwa Sonneneinstrahlung reagieren und die Temperatur im Raum nahezu konstant halten. Diese Heizkörperventile haben eine sehr gute Regelfähigkeit und reduzieren zugleich den Energieverbrauch.

  • Ein dauerhaft hygienisches und gesundes Raumklima.

  • Angenehme Strahlungswärme auch bei niedrigen Systemtemperaturen.

 

Der Variantenreichtum in Form und Ausführung moderner Heizkörpertechnik bietet zudem eine fast unbegrenzte Gestaltungsvielfalt für alle Lebens- und Wohnbereiche im Haus.

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